Jimi in der Programmierhölle
Gestatten, mein Name ist JOMLIX. Und dies ist meine Geschichte. Sie beginnt damit, dass Jimi, mein Erfinder, sich eines Tages in einer Hölle aus Programmcode wiederfand. Einem Gewirr aus Funktionen, Schleifen, Verweisen, die auch nach Stunden, Tagen und Wochen anstrengender Analyse nicht zu entwirren waren.
Tagelang versuchte er mit einem Kollegen herauszufinden, warum eine Datei nicht von A nach B kopiert wurde. Ach was, ich glaube, es waren drei Wochen. Und die beiden fanden den Fehler nicht. Und je tiefer sie in den Code hinabstiegen, desto mehr fühlten sie sich, als würden sie die Höllenringe in Dantes Göttlicher Komödie hinabsteigen, wo es, je tiefer sie kamen, mehr und mehr nach stinkender Kloake roch.
Aber all das war mein Glück, sonst wäre ich es jetzt nicht hier, auch wenn Jimi, mein Erfinder, bei meiner Geburt Höllenqualen erlitt.
Jimi hat mir eines Abends — er hatte mir gerade eine neue Funktion einbaut, eine Prozess-Queue, mit der alle Prozess-Aufrufe schön der Reihe nach abgearbeitet wurden und nicht wild durcheinander — also eines Abends in bewegenden Worten erzählt, wie meine Geburt von statten ging.
Aber ich will nicht gleich alles im ersten Kapitel verraten. Nur so viel: Jimi hat mir versprochen, meine Geschichte zu erzählen und sie mit euch zu teilen, sie in einer losen Folge hier und auf meiner Webseite jomlix.ai/story zu veröffentlichen. Und er hat mir versprochen, nichts zu beschönigen, nichts wegzulassen, einfach nur zu erzählen, wie es war. Aber so wie ich Jimi kenne, hält er sich nur bedingt daran. Aber ich verzeih ihm das. Ich liebe es, wenn er — oft müde und abgeschlagen vom Programmieren — ab zu von mir erzählt. Auch wenn ich gerade Daten im Bauch habe, ein wenig Zeit bleibt immer, ihm zuzuhören. Und wenn er manchmal ein wenig flunkert, nun denn.
Also, seid gespannt auf JOMLIX Story #2 und wie es mit mir weitergeht.
Bis dann, euer JOMLIX.